Für wen lohnt sich ein Balkonkraftwerk mit Speicher?

Für wen lohnt sich ein Balkonkraftwerk mit Speicher?

Du möchtest deinen eigenen Strom produzieren und den größtmöglichen Nutzen daraus ziehen? Ein Balkonkraftwerk mit Speicher könnte die Lösung sein. Doch bevor du investierst, solltest du einige Faktoren beachten.

Wie funktioniert ein Balkonkraftwerk mit Speicher?

Ein Balkonkraftwerk ermöglicht es dir, Solarstrom auf deinem Balkon zu erzeugen. Du installierst dazu Solarpaneele, die den Sonnenlicht in Strom umwandeln. Bei herkömmlichen Balkonkraftwerken wird überschüssiger Strom ins Netz eingespeist. Doch mit einem Speicher kannst du diesen Strom für später aufbewahren und nutzen, wenn du ihn brauchst. Der Speicher fungiert als eine moderne Batterie, die den überschüssigen Strom speichert und bei Bedarf wieder abgibt.

Wann lohnt sich ein Balkonkraftwerk mit Speichersystem?

Die Anschaffung eines Speichers hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zunächst spielt der Preis eine entscheidende Rolle. Akku-Speicher für Balkonkraftwerke sind noch relativ teuer und kosten oft über 2.000 Euro. Daher solltest du abwägen, ob sich die Investition für dich lohnt.

Ein weiterer Faktor ist die Leistung deiner Photovoltaikanlage. Je größer die Leistung, desto mehr Strom wird erzeugt und kann gespeichert werden. Bei Balkonkraftwerken mit einer Leistung von bis zu 660 Watt reicht in der Regel ein 1 kWh-Speicher vollkommen aus.

Auch dein persönlicher Stromverbrauch spielt eine Rolle. Je höher dein Verbrauch ist, desto geringer ist der Anteil des selbst erzeugten Stroms, der überschüssig ist und gespeichert werden kann.

Zudem solltest du die Lebensdauer der Akkus berücksichtigen. Ein Speicher sollte langfristig genutzt werden können, um die Kosten wieder hereinzuholen.

Rechnet sich ein Speicher für ein Balkonkraftwerk?

Um die Rentabilität eines Speichers für dein Balkonkraftwerk zu berechnen, kannst du verschiedene Faktoren berücksichtigen. Stelle fest, wie viel Strom du selbst verbrauchst und wie viel du ins Netz einspeist. Mit einem Speicher kannst du mehr von deinem selbst erzeugten Strom direkt nutzen und deine Autarkie steigern.

Nehmen wir als Beispiel eine jährliche Verbrauchsmenge von 2.000 kWh und ein Balkonkraftwerk mit einer Leistung von 660 Watt. Ohne Speicher müsstest du etwa 82 % deines Stroms vom Netzbetreiber beziehen. Mit einem 1 kWh-Speicher könntest du hingegen rund 94 % deines selbst erzeugten Stroms nutzen.

Jedoch musst du bedenken, dass der Preis für einen Speicher derzeit noch hoch ist, während die Einsparungen durch den selbst erzeugten Strom vergleichsweise gering ausfallen. Eine genaue Kosten-Nutzen-Analyse ist daher empfehlenswert.

Fazit: Dein Balkonkraftwerk lohnt sich auch ohne Speicher

Die Entscheidung für oder gegen einen Speicher hängt von deinen individuellen Bedürfnissen ab. Wenn du größtmögliche Autarkie anstrebst und bereit bist, in einen Speicher zu investieren, kann dies sinnvoll sein. Beachte jedoch die aktuellen Kosten und vergleiche sie mit den Einsparungen.

Wenn du hingegen vorrangig auf deine finanzielle Situation achtest, reicht in den meisten Fällen ein Balkonkraftwerk ohne Speicher aus. Es bietet dir dennoch die Möglichkeit, deinen eigenen sauberen Strom zu erzeugen und trägt zur nachhaltigen Energiegewinnung bei.

Wenn du weitere Informationen zu Balkonkraftwerken benötigst oder Fragen zu unserem Angebot hast, kontaktiere uns gerne.